Was ist eigentlich der Unterschied?
Beide Begriffe begegnen dir, wenn du einen vServer mietest. Vereinfacht:
- KVM simuliert komplette Hardware. Du bekommst einen virtuellen Computer mit eigenem Kernel, eigener BIOS, eigenem Speicher. Du kannst beliebige Betriebssysteme installieren — Linux, Windows, BSD.
- LXC ist ein Container, der den Kernel des Host-Servers mitnutzt. Schneller, sparsamer beim Speicher, aber: nur Linux, keine eigenen Kernel-Module.
Wann KVM?
- Du brauchst Windows Server (LXC kann das nicht)
- Du willst eigene Kernel-Module laden (VPN-Treiber, Custom-Filesystem)
- Du willst Docker-in-Docker oder Nested Virtualisierung
- Du brauchst maximale Isolation (z.B. für unsichere Workloads)
Wann LXC?
- Du betreibst Web-Services unter Linux — Nginx, Node, PHP, Python
- Du willst maximale Performance pro Euro — LXC hat weniger Overhead
- Du brauchst nur Standard-Workloads (Docker funktioniert, Snap nicht)
- Du willst dein Setup schnell hoch- und runterfahren
Performance — worauf es ankommt
LXC ist messbar schneller bei CPU- und I/O-Operationen, weil kein Hypervisor-Overhead da ist. Bei Datenbank-Workloads liegt der Unterschied oft bei 5–15 %. Beim RAM-Verbrauch: LXC kann ungenutzten Speicher mit dem Host teilen, KVM allokiert ihn fest.
Was geht in LXC nicht?
- Eigene Kernel-Module (z.B. WireGuard mit out-of-tree Driver — meistens egal, ist eh im Kernel)
- Snap-Pakete (LXC-Limitierung mit AppArmor)
- Manche FUSE-Mounts
- Windows oder BSD als Gast-OS
Bei Nytrix verfügbar
Nytrix bietet beide Typen: LXC startet bei 1,99 € im No-IP-Tarif, KVM-Tarife mit eigener IPv4 starten bei 9,99 €. Für 95 % aller Use-Cases (Web-Services, Discord-Bots, kleine APIs) reicht LXC völlig — und ist günstiger.