Was ist RedM eigentlich?
RedM ist für Red Dead Redemption 2 das, was FiveM für GTA V ist: eine Multiplayer-Modifikation, mit der du einen eigenen Server betreibst und volle Kontrolle über Spielwelt, Regeln und Skripte bekommst. Statt im offiziellen Red Dead Online unterwegs zu sein, baust du deine eigene Wild-West-Welt — typischerweise für Roleplay (RP), bei dem Spieler in feste Rollen schlüpfen: Sheriff, Revolverheld, Händler, Doktor oder Outlaw.
Technisch setzt RedM auf denselben Unterbau wie FiveM (das CitizenFX-Projekt). Wer also schon einmal einen FiveM-Server aufgesetzt hat, findet sich schnell zurecht. Voraussetzung für jeden Mitspieler ist eine legale Kopie von RDR2 sowie der RedM-Client.
Was du für den Start brauchst
Im Kern brauchst du drei Dinge:
- Einen Server, der rund um die Uhr läuft (eine Heim-Maschine ist auf Dauer unpraktisch wegen Stromverbrauch, Upload und Erreichbarkeit).
- Die RedM-Serverdateien (das txAdmin-/FXServer-Paket von cfx.re).
- Einen Cfx.re-Lizenzschlüssel, den du dir kostenlos auf dem Cfx.re-Portal erstellst und in der Server-Konfiguration hinterlegst.
Plane vorher, in welche Richtung dein Projekt gehen soll: ein kleiner Freundesserver für 8 bis 16 Personen ist deutlich genügsamer als ein öffentliches RP-Projekt mit 64 Slots und Dutzenden Skripten.
txAdmin — die Schaltzentrale
txAdmin ist im RedM-Serverpaket bereits enthalten und dein wichtigstes Werkzeug. Es ist eine Web-Oberfläche, über die du den Server startest und stoppst, die Konsole live mitliest, Ressourcen verwaltest, Spieler moderierst (Kick, Ban, Warn) und den Setup-Assistenten durchläufst.
Beim ersten Start führt dich txAdmin durch die Grundkonfiguration: Lizenzschlüssel eintragen, ein Datenverzeichnis anlegen und optional direkt ein fertiges Server-Template auswählen. Genau hier kommen die RP-Frameworks ins Spiel.
Praktisch ist auch die Funktion für geplante Server-Neustarts: txAdmin kann deinen Server in festen Intervallen automatisch durchstarten, was bei langlaufenden RP-Servern Speicherlecks vorbeugt. Eine vollwertige Backup- oder Rücksetzfunktion für den kompletten Serverzustand bringt txAdmin allerdings nicht mit — wie du deine Daten sicherst, klären wir weiter unten.
RP-Frameworks und Mods
Ein nacktes RedM ist erst einmal nur die offene RDR2-Welt ohne RP-Logik. Die eigentliche Roleplay-Erfahrung entsteht durch ein Framework, das Dinge wie Inventar, Jobs, Geld, Charaktere und Datenbank-Anbindung mitbringt. Im RedM-Umfeld verbreitet sind unter anderem RSGCore (auch als RedM-Pendant zu QBCore bekannt) sowie VORP Core. Beide werden von aktiven Communitys gepflegt und bieten viele fertige Zusatz-Skripte.
Darauf setzt du dann einzelne Ressourcen (so heißen Mods bei RedM): Bankraub-Skripte, Pferde-Systeme, Saloons, Crafting, Whitelist-Anbindungen und vieles mehr. Wichtig:
- Lade nur Ressourcen aus vertrauenswürdigen Quellen — Skripte laufen serverseitig mit vollem Zugriff.
- Bleib bei einem Framework. RSGCore- und VORP-Ressourcen lassen sich in der Regel nicht beliebig mischen.
- Fast jedes RP-Framework braucht eine MySQL-Datenbank für Charaktere und Fortschritt. Plane die also von Anfang an ein.
Eigene Ressourcen aktivierst du, indem du sie per SFTP in den resources-Ordner legst und in deiner server.cfg mit einer Zeile wie ensure rsg-core startest.
Die richtige Hardware
RedM-Server sind in erster Linie CPU-lastig — und zwar bei der Single-Core-Leistung. Jeder Tick des Servers läuft im Wesentlichen auf einem Kern, deshalb bringt eine moderne CPU mit hoher Taktrate mehr als viele schwache Kerne. Als grobe Orientierung:
- Kleiner RP-Server (bis ~16 Slots, wenige Skripte): 2 bis 4 vCores, 4 bis 8 GB RAM reichen oft.
- Mittlerer RP-Server (32 Slots, Framework + diverse Ressourcen): eher 4+ schnelle vCores und 8 GB RAM aufwärts.
- Großer öffentlicher Server: hier zählt jede Ressource — viele Skripte können die Last schnell hochtreiben, also lieber Reserven einplanen.
RAM-Bedarf steigt vor allem mit der Anzahl und Komplexität der Skripte, weniger linear mit den Slots. Eine schnelle SSD/NVMe und eine gut angebundene, DDoS-geschützte IP runden das Bild ab — gerade öffentliche RP-Server sind ein beliebtes Angriffsziel.
Mit Nytrix umsetzen
Bei Nytrix startest du einen RedM-Gameserver slot-basiert ab 2,40 EUR — du zahlst also nur für die Slots, die du wirklich brauchst, und kannst jederzeit hoch- oder runterstufen. DDoS-Schutz (Voxility-Filterung) und eine eigene IP sind bei allen Tarifen inklusive, der Standort der Gameserver ist Eygelshoven (NL).
Du bekommst eine Live-Web-Konsole, einen Diagnosemodus, Gastzugänge mit fein einstellbaren Rechten sowie Funktionen zum Up-/Downgrade und Neu-Installieren. Deine Ressourcen, Frameworks und txAdmin-Konfiguration lädst du bequem per SFTP selbst hoch. Beachte: automatische Hoster-Backups gibt es bei Gameservern nicht — sichere deinen Server, indem du deine Server- und Datenbankdateien regelmäßig per SFTP herunterlädst, optional auf den separaten FTP Storage (ab 2,99 EUR pro TB, Standort Nürnberg) als Backup-Ziel.
Für das Framework brauchst du eine Datenbank: Die gibt es als eigenständige MySQL-Datenbank ab 0,50 EUR im Monat (MySQL 8.0 auf NVMe, phpMyAdmin und externer Zugriff inklusive). Abgerechnet wird alles per Prepaid über das Enjyn-PayNow-System — Guthaben aufladen (z. B. per PayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung/GiroPay, Banküberweisung oder Bitcoin), dann buchen. Keine Mindestlaufzeit, keine Vertragsbindung. Weitere Anleitungen findest du im Nytrix-Blog.