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Webhosting

Cronjobs im Webhosting einrichten – Schritt für Schritt mit KeyHelp

Aktualisiert 27.05.2026 6 Min. Lesezeit

Was ist ein Cronjob – und wofür brauchst du ihn?

Ein Cronjob ist eine Aufgabe, die der Server in festen Abständen automatisch ausführt – ohne dass du etwas anklicken musst. Typische Beispiele: eine Sitemap nächtlich neu erzeugen, einen Newsletter-Versand anstoßen, einen SQL-Dump als Sicherung ziehen, einen Cache leeren oder regelmäßig eine API abfragen. Statt dich auf zufällige Besucher deiner Seite zu verlassen, gibt dir ein Cronjob eine verlässliche, planbare Ausführung.

Im Webhosting von Nytrix läuft das über das KeyHelp-Panel. Cronjobs sind dort fester Bestandteil der Domain-Verwaltung – du brauchst keinen Root-Zugriff und keine eigene crontab-Datei.

Cronjob im KeyHelp anlegen

Der Weg im Panel ist kurz. Melde dich über Enjyn Auth (SSO mit 2FA) an und öffne im KeyHelp-Menü den Bereich für Cronjobs. Dort legst du einen neuen Eintrag an und füllst im Wesentlichen zwei Dinge aus:

Optional kannst du eine Benachrichtigung pro Lauf einrichten, damit du bei Fehlern eine Rückmeldung bekommst. Speicherst du den Eintrag, übernimmt KeyHelp den Job in den System-Cron deines Hosting-Kontos – mehr ist nicht nötig.

Den richtigen Pfad finden

Damit der Job funktioniert, muss der Pfad zu deinem Skript stimmen. Deine Dateien liegen üblicherweise unter einem Pfad wie /home/DEIN_USER/www/example.de/skript.php. Den genauen Pfad siehst du im Dateimanager des Panels oder per FTP. Verwende im Cronjob immer absolute Pfade – relative Angaben schlagen fehl, weil der Cron in einem anderen Arbeitsverzeichnis startet als dein Browser.

Ein PHP-Skript per Cron ausführen

Für PHP-Skripte gibt es zwei gängige Wege. Am saubersten ist der Aufruf über den PHP-Interpreter (CLI) direkt mit dem Dateipfad:

/usr/bin/php /home/DEIN_USER/www/example.de/cron.php

Damit läuft das Skript serverseitig, ohne den Umweg über den Webserver – ideal für längere Aufgaben, da hier nicht die typischen Web-Zeitlimits greifen. Im Webhosting kannst du die PHP-Version pro Domain wählen (7.4, 8.0, 8.1, 8.2, 8.3 oder 8.4). Wenn dein Skript eine bestimmte Version braucht, achte darauf, dass der Cron denselben Interpreter nutzt wie deine Seite.

Alternativ kannst du das Skript über eine URL aufrufen, etwa mit wget oder curl:

/usr/bin/curl -s https://example.de/cron.php

Das funktioniert über den Webserver und ist praktisch, wenn dein Skript ohnehin im Web-Kontext laufen muss. Schütze solche URLs aber gegen fremde Aufrufe, zum Beispiel mit einem geheimen Token als Parameter, damit nicht jeder den Job von außen auslösen kann.

Intervalle richtig setzen

Das Intervall folgt dem klassischen Cron-Schema aus fünf Feldern: Minute, Stunde, Tag des Monats, Monat, Wochentag. KeyHelp bietet dir dafür eine geführte Eingabe, im Hintergrund entsteht trotzdem ein Cron-Ausdruck. Ein paar häufige Beispiele:

Zwei Faustregeln: Lege wiederkehrende Wartungsjobs in verkehrsarme Nachtstunden, damit sie deine Seite nicht ausbremsen. Und wähle das Intervall nicht enger als nötig – ein Job, der jede Minute läuft, obwohl stündlich reichen würde, erzeugt nur unnötige Last.

wp-cron deaktivieren und echten Cron nutzen

WordPress bringt mit wp-cron.php einen eigenen Pseudo-Cron mit. Der Haken: Er wird nicht zeitgesteuert ausgeführt, sondern bei jedem Seitenaufruf geprüft und ausgelöst. Auf Seiten mit wenig Traffic verspäten sich geplante Aufgaben dadurch, auf Seiten mit viel Traffic läuft die Prüfung unnötig oft mit und kostet Leistung. Die saubere Lösung: wp-cron abschalten und durch einen echten Cronjob ersetzen.

Schritt 1 – wp-cron abschalten

Trage in deiner wp-config.php oberhalb der Zeile /* That's all, stop editing! */ folgendes ein:

define('DISABLE_WP_CRON', true);

Damit führt WordPress den internen Cron nicht mehr bei jedem Aufruf aus.

Schritt 2 – echten Cron im KeyHelp anlegen

Lege im Panel einen Cronjob an, der wp-cron.php in einem festen Takt aufruft – für die meisten Seiten reichen 5 bis 15 Minuten:

/usr/bin/curl -s https://example.de/wp-cron.php?doing_wp_cron

Als Intervall passt etwa */15 * * * *. Geplante Aktionen wie Veröffentlichungen, Updates oder Plugin-Tasks laufen dann zuverlässig zur vorgesehenen Zeit – unabhängig davon, ob gerade jemand deine Seite besucht. Wichtig: Da WordPress hier manuell installiert wird (Dateien per Dateimanager/FTP hochladen und im Panel eine Datenbank anlegen), hast du vollen Zugriff auf wp-config.php und kannst diese Anpassung jederzeit selbst vornehmen.

Häufige Stolpersteine

Mit Nytrix umsetzen

Cronjobs sind im Webhosting von Nytrix fest dabei und über das KeyHelp-Panel in wenigen Minuten eingerichtet. Der Starter-Tarif startet bei 2,99 EUR im Monat (3 GB SSD, 4 Domains, 5 Mail-Konten, 1 Datenbank, 5 TB Traffic) – wahlweise auch als Lifetime für einmalig 149,99 EUR. Mehr Platz bietet der Standard-Tarif für 8,99 EUR im Monat (10 GB SSD, 15 Domains, 20 Mail-Konten, 5 Datenbanken). Inklusive sind kostenloses Let's-Encrypt-SSL, frei pro Domain wählbare PHP-Versionen (7.4 bis 8.4), Dateimanager, phpMyAdmin sowie FTP- und Mail-Konten. Gehostet wird im Rechenzentrum in Eygelshoven (NL), der DDoS-Schutz über Voxility-Filterung ist bei allen Tarifen dabei.

Alles läuft per Prepaid ohne Mindestlaufzeit und Vertragsbindung: Guthaben aufladen, Tarif buchen, Cronjob anlegen. Brauchst du für deine Skripte eine eigene Datenbank, ergänzt du sie als MySQL-Datenbank ab 0,50 EUR im Monat. Für regelmäßige Sicherungen per Cron ist der FTP Storage (ab 2,99 EUR/TB im Monat) ein passendes Ziel – dorthin kannst du etwa einen nächtlichen SQL-Dump automatisch ablegen.

#Cronjobs #KeyHelp #Webhosting #wp-cron #PHP

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