Wenn nichts mehr geht
Eine volle Festplatte legt Dienste lahm: Datenbanken stürzen ab, Logs lassen sich nicht mehr schreiben, die Meldung lautet No space left on device. Bevor du in Panik gerätst — der Speicher ist fast immer schnell wieder frei, wenn du weißt, wo du suchen musst.
1. Belegung anzeigen
df -h
Zeigt pro Dateisystem, wie voll es ist. Ist / bei 100 %, ist das dein Problemkandidat.
2. Die größten Verzeichnisse finden
sudo du -sh /* 2>/dev/null | sort -h
Hangle dich von oben weiter in die größten Ordner, etwa sudo du -sh /var/* | sort -h. So findest du den Speicherfresser, statt zu raten.
3. Logs aufräumen
Häufigster Übeltäter sind aufgeblähte System-Logs. Mit systemd-journald begrenzt du sie gezielt:
sudo journalctl --vacuum-size=200M
Das behält die letzten 200 MB und löscht ältere Einträge.
4. Paket-Cache leeren
Auf Debian/Ubuntu sammelt sich der Paket-Cache an:
sudo apt clean sudo apt autoremove --purge
Das entfernt heruntergeladene Pakete und nicht mehr benötigte Abhängigkeiten, inklusive alter Kernel.
5. Docker-Reste entfernen
Docker hortet ungenutzte Images, Container und Volumes. Vorsicht — das löscht alles nicht Verwendete:
docker system df docker system prune -a
Der erste Befehl zeigt, wie viel Docker belegt; der zweite räumt auf. Volumes mit Daten bleiben ohne --volumes erhalten.
Vorbeugen
Richte eine Log-Rotation ein und prüfe den Speicher gelegentlich, bevor er voll ist — Hinweise dazu im Artikel hohe Last finden. Mehr Speicher bei Bedarf bieten die Nytrix vServer mit NVMe-SSD.