Warum eigener Git-Server?
GitHub ist großartig — aber dein Code liegt bei Microsoft, in den USA. Wenn du vollständige Kontrolle über deine Repositories, deine Issues und deine User-Daten haben willst, ist ein eigener Git-Server die Lösung. Gitea ist die populärste Selbsthosting-Software dafür — leichtgewichtig, schnell, GitHub-ähnlich.
Gitea vs. GitLab vs. Forgejo
- Gitea: leichtgewichtig (50 MB RAM), schnell, weniger Features als GitLab, aber für 95% aller Use-Cases mehr als genug.
- GitLab: massiv (4 GB+ RAM!), enthält CI/CD, Container-Registry, Wiki, Issue-Boards. Overkill, wenn du nur Git brauchst.
- Forgejo: Community-Fork von Gitea, fast identisch in der Bedienung, etwas community-freundlichere Roadmap.
Was kann Gitea?
- Eigene Repos (public oder private)
- Issues, Pull Requests, Code-Review
- Wikis pro Projekt
- Organisationen mit Teams und Permissions
- Webhooks (Discord, Slack, eigene Endpoints)
- SSH- und HTTPS-Klonen
- Gitea Actions (CI/CD ab v1.19, GitHub-Actions-kompatibel)
Hardware — wie viel?
- 1–5 User, wenige Repos: 1 vCore, 1 GB RAM — reicht dicke
- 10–50 User, mittlere Repos: 2 vCores, 2 GB RAM
- 100+ User, große Repos, CI: 4 vCores, 4–8 GB RAM
Self-Hosted bei Nytrix als One-Click
Statt selbst zu installieren, kannst du bei Nytrix Gitea als fertiges One-Click-Produkt bestellen. Du bekommst eine vorkonfigurierte Instanz mit eigener Subdomain, HTTPS, Auto-Updates und Backups. Konfiguration über das Web-Interface, kein SSH nötig.
Migrieren von GitHub
Gitea hat einen eingebauten Importer: Repository → Migrate. Du gibst die GitHub-URL ein, Gitea zieht das gesamte Repo inkl. Branches, Tags, Issues und PRs. Bei privaten Repos brauchst du ein GitHub-Token mit Lesezugriff.
Backup nicht vergessen
Gitea speichert Daten in /data (Repos) und einer SQLite/PostgreSQL-DB (Metadata). Beide regelmäßig auf einen externen Storage sichern — z.B. mit rsync auf einen Nytrix-FTP-Storage. Bei einem Hardware-Crash sind die Repos sonst nur über das letzte Backup oder geklonte Kopien wiederherstellbar.