Das Zusammenspiel verstehen
Prometheus und Grafana sind ein eingespieltes Team. Prometheus ist die Datensammelstelle: Es fragt in regelmäßigen Abständen Messwerte ab und speichert sie als Zeitreihen. Grafana sitzt obendrauf und verwandelt diese Zahlen in übersichtliche, anpassbare Dashboards mit Graphen und Anzeigen.
Metriken einsammeln
Damit Prometheus etwas zu messen hat, brauchst du Exporter. Der wichtigste ist der Node Exporter: Er liefert die Kennzahlen deines Servers — CPU-Last, Arbeitsspeicher, Festplattenbelegung, Netzwerkverkehr. Für Datenbanken, Webserver oder Docker gibt es jeweils eigene Exporter, die sich genauso anbinden lassen.
Dashboards in Grafana
In Grafana fügst du Prometheus als Datenquelle hinzu und baust dir Dashboards. Du musst nicht bei null anfangen: Die Community teilt unzählige fertige Vorlagen, die du per ID importierst — etwa ein komplettes Server-Übersichts-Dashboard für den Node Exporter.
Alarme einrichten
Der eigentliche Mehrwert kommt mit Alerting. Du legst Schwellenwerte fest — etwa Festplatte über 90 Prozent oder RAM dauerhaft am Limit — und lässt dich per E-Mail oder Messenger benachrichtigen, bevor etwas ausfällt. So erfährst du von Problemen, bevor deine Nutzer es tun.
Ressourcen einplanen
Der Stack selbst ist nicht riesig, aber die Zeitreihen-Datenbank wächst mit der Zeit. Plane etwas Speicher und RAM ein und lege eine sinnvolle Aufbewahrungsdauer fest, damit die Daten nicht unbegrenzt anwachsen.
Was sich alles überwachen lässt
Der Stack ist nicht auf den eigenen Server beschränkt. Mit den passenden Exportern überwachst du Datenbanken, Webserver, Docker-Container, Netzwerkgeräte und sogar einzelne Anwendungen. Auch die Erreichbarkeit von Websites oder die Restlaufzeit von Zertifikaten lassen sich abbilden. So entsteht nach und nach ein zentrales Lagebild deiner gesamten Infrastruktur — von der CPU-Last bis zur Frage, ob ein wichtiger Dienst gerade antwortet.
Häufige Fragen
Brauche ich für beide Tools je einen Server?
Nein, Prometheus und Grafana laufen problemlos zusammen auf einem vServer. Erst bei sehr großen Umgebungen lohnt eine Trennung.
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Das legst du über die Aufbewahrungsdauer selbst fest. Eine begrenzte Vorhaltezeit hält die Zeitreihen-Datenbank schlank.
Kann ich Benachrichtigungen einrichten?
Ja, über das Alerting bekommst du bei überschrittenen Schwellenwerten eine Meldung per E-Mail oder Messenger — bevor etwas ausfällt.
Den passenden vServer wählen
Ein eigener Monitoring-Stack gehört auf einen Server, den du voll kontrollierst. Einen vServer dafür gibt es bei Nytrix ab 1,99 €/mtl, in Minuten startklar und in der EU gehostet.