Sich auf dem Server bewegen
Nach dem ersten Login per SSH landest du in der Konsole. Diese Befehle bilden das Fundament:
- ls — zeigt den Inhalt eines Verzeichnisses, mit ls -la auch versteckte Dateien
- cd — wechselt das Verzeichnis
- pwd — zeigt, wo du gerade bist
- cp, mv, rm — kopieren, verschieben, löschen
Sei mit rm vorsichtig: Es gibt keinen Papierkorb, Gelöschtes ist sofort weg.
Dateien ansehen und bearbeiten
Mit cat gibst du eine Datei aus, mit less blätterst du durch lange Dateien. Zum Bearbeiten ist nano der einsteigerfreundlichste Editor — die wichtigsten Tastenkürzel stehen am unteren Bildschirmrand. Mit grep durchsuchst du Dateien gezielt nach Text.
Dienste und Pakete
- systemctl — Dienste starten, stoppen und ihren Status prüfen (z. B. den Webserver)
- apt update und apt upgrade — Paketlisten aktualisieren und Updates einspielen (Debian/Ubuntu)
- apt install — neue Programme installieren
Den Überblick behalten
Mit df -h siehst du den freien Speicherplatz, mit du -sh die Größe eines Ordners. top oder das komfortablere htop zeigen laufende Prozesse und die Auslastung in Echtzeit — unverzichtbar, wenn der Server mal langsam wird.
Rechte verstehen
Mit chmod änderst du Zugriffsrechte, mit chown den Besitzer einer Datei. Viele Befehle, die das System verändern, brauchen sudo für Administratorrechte. Setze es bewusst ein — nicht jeder Befehl gehört mit Root-Rechten ausgeführt.
Von Anfang an sicher arbeiten
Ein paar Gewohnheiten ersparen dir später viel Ärger. Arbeite nicht dauerhaft als root, sondern lege einen normalen Benutzer an und nutze sudo gezielt. Spiele regelmäßig Updates ein. Und bevor du eine Konfigurationsdatei änderst, kopiere sie kurz als Sicherung — so kommst du jederzeit zum funktionierenden Stand zurück. Diese kleinen Routinen unterscheiden entspanntes Server-Management von hektischer Fehlersuche.
Häufige Fragen
Wie komme ich überhaupt auf den Server?
Per SSH von deinem Rechner aus. Du brauchst die IP-Adresse des Servers sowie Benutzername und Passwort oder einen SSH-Schlüssel.
Was mache ich, wenn ein Befehl nicht gefunden wird?
Oft ist das Programm noch nicht installiert. Mit dem Paketmanager (etwa apt) lässt es sich meist mit einem einzigen Befehl nachinstallieren.
Wie sehe ich, was den Server auslastet?
Mit top oder dem komfortableren htop siehst du laufende Prozesse und die Auslastung in Echtzeit — ideal, wenn der Server langsam wird.
Zum Üben: ein eigener vServer
Am besten lernt sich Linux an einem echten Server, auf dem nichts kaputtgehen kann, was du nicht neu aufsetzen könntest. Einen vServer mit voller Kontrolle gibt es bei Nytrix ab 1,99 €/mtl, in Minuten startklar und in der EU gehostet.