Der eigene Streaming-Dienst
Statt Filme und Serien bei wechselnden Streaming-Anbietern zu suchen, machst du deine eigene Sammlung verfügbar — auf Fernseher, Handy und im Browser, mit Covern, Beschreibungen und Fortsetzen-Funktion. Jellyfin und Plex sind die beiden großen Lösungen dafür.
Jellyfin: komplett frei
Jellyfin ist quelloffen und vollständig kostenlos — alle Funktionen, keine Bezahlschranke, kein Konto bei einem Anbieter nötig. Deine Mediathek bleibt komplett auf deinem Server. Der Funktionsumfang ist hoch, das Ökosystem an Apps wächst stetig.
Plex: poliert, aber mit Konto
Plex wirkt ausgereifter und bietet Zusatzdienste wie kostenloses Live-TV. Der Haken: Du brauchst ein Plex-Konto, manche Komfortfunktionen (etwa Hardware-Transcoding oder mobile Apps ohne Einschränkung) stecken hinter dem kostenpflichtigen Plex Pass, und Metadaten laufen über Plex-Server.
Datenschutz
Wer Wert auf maximale Unabhängigkeit legt, ist mit Jellyfin besser bedient: kein externes Konto, keine Anbindung an einen Anbieter. Plex ist komfortabler, koppelt dich aber an seine Infrastruktur.
Was der Server leisten muss
Solange die Geräte das Format direkt abspielen, reicht wenig Leistung. Sobald Transcoding nötig wird (etwa 4K auf ein älteres Handy umrechnen), braucht es spürbar mehr CPU. Plane den Server entsprechend, wenn mehrere Personen gleichzeitig streamen sollen.
Einstieg
Beide laufen gut auf einem vServer mit reichlich Speicher. Eine komplette Einrichtung beschreibt der Artikel Jellyfin Medienserver. Die passende Basis ist ein Nytrix vServer; große Mediensammlungen lagerst du günstig auf Cloud-Speicher aus.